‚ÄúWer vom Wandel profitieren will, muss ihn begr√ľ√üen.‚ÄĚ

Am 20.04.2020 startet das Mehrgenerationsprojekt „Die ehemalige Bergarbeitersiedlung ‚De Cord‘ im Wandel“ auf der Concordiastra√üe 28 in Oelsnitz/Erzgebirge. Was sich hinter diesem Projekt verbirgt und was geplant ist, dazu heute mehr.

Arbeiten im Vorfeld

Seit Mai 2018 besch√§ftigen sich die WGO als Eigent√ľmer der Geb√§ude und die Stadtverwaltung mit der zuk√ľnftigen Entwicklung dieser in den 1930er Jahren entstandenen ehemaligen
Bergarbeitersiedlung. In den letzten Jahren hatten Sanierungsr√ľckstau, Leerstand und erste Abrisse
das Quartier gepr√§gt. Doch der besondere Charme dieser H√§user, ihre Geschichte und der Wohnungsbedarf, der seit einigen Jahren in der Stadt neu entstanden ist, machten das Quartier f√ľr die Zukunft wieder interessant. Doch es konnten und sollten nicht einfach H√§user saniert werden, es
bedurfte neuer Ideen, wie sich die Siedlung mit neuen Bewohnern in die Zukunft entwickeln könnte.
Gemeinsam mit dem Sanierungsbetreuer Axel Thomas von der W√ľstenrot Haus- und St√§dtebau GmbH Dresden, der Stadtteilmanagerin Heike B√∂hm und Kulturschaffenden der Stadt wurde durch den B√ľrgermeister, Bernd Birkigt, und den Gesch√§ftsf√ľhrer der WGO, Jens Hojenski, eine dreiteilige Ideeentwickelt.¬†Diese besteht aus:

der Durchf√ľhrung eines st√§dtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Entwicklung der
Concordiasiedlung f√ľr Architekten

der Organisation eines Sch√ľlerprojektes im Rahmen ‚ÄěArchitektur macht Schule‚Äú

der Umsetzung eines Street-Art-Projektes zur k√ľnstlerischen Verarbeitung der Umbr√ľche der
Siedlung seit 1930

Diese Projektbestandteile bilden den Auftakt f√ľr einen √∂ffentlichen Meinungsaustausch zur
zuk√ľnftigen Entwicklung und Umgestaltung der ehemaligen Bergarbeitersiedlung. Mit seinen
einzelnen Projektbestandteilen sollen die Sozialgeschichte, das Leben und Wohnen der Bergarbeiter
und ihrer Familien thematisiert werden und gleichzeitig neue Entwicklungschancen f√ľr dieses Quartier aufgezeigt werden. Die Veranstaltung bietet die Chance vielf√§ltige gesellschaftliche Akteure in den Stadtumbauprozess einzubeziehen. Urspr√ľnglich sollten alle Projektbestandteile am Tag der
St√§dtebauf√∂rderung am 16. Mai 2020 der √Ėffentlichkeit pr√§sentiert und mit der Bev√∂lkerung diskutiert werden. Aufgrund der gegenw√§rtigen Beschr√§nkungen wurde dieser Veranstaltungstermin abgesagt. Dies wird nun f√ľr einen sp√§teren Zeitpunkt geplant. M√∂glicherweise k√∂nnte dieser dann wieder in den Veranstaltungsrahmen zum Jahr der Industriekultur in Sachsen und dem KohleBoom zur 4. S√§chsischen Landesausstellung am Standort in Oelsnitz/Erzgeb. eingebettet werden.

K√ľnstler und Unterst√ľtzer

Am Projekt sind drei regionale K√ľnstler federf√ľhrend:

Martin Tretner aus Oelsnitz/Erzgebirge

Benjamin Knoblauch aus Niederw√ľrschnitz

Guido G√ľnther aus Chemnitz

Au√üerdem unterst√ľtzte die Oelsnitzer K√ľnstlerin und Stadtr√§tin Susann Popp diese wurden inhaltlich und historisch bei der¬†Motiventwicklung.

 

Projektbearbeitung

Die Auftraggeber WGO Wohnungsbaugesellschaft mbH Oelsnitz/Erzgeb., die Stadtverwaltung und der Arbeitskreis ‚ÄěKultur in der Stadt Oelsnitz/Erzgeb.‚Äú hatten den K√ľnstlern mit auf dem Weg gegeben, ein Motiv zu entwickeln, welches sich mit dem Gestern, dem Heute und dem Morgen der ehemaligen Bergarbeitersiedlung – also der Concordiasiedlung – ‚Äěim Wandel‚Äú auseinandersetzen.
Finanziell getragen wird das Projekt vom Eigent√ľmer der Geb√§ude, der WGO Wohnungsbaugesellschaft
mbH Oelsnitz/Erzgeb. Diese kann sich jedoch auf eine vielf√§ltige Unterst√ľtzung verlassen. So ist es den K√ľnstlern gelungen die ‚ÄěEurop√§ische Kunstgemeinschaft e.V.‚Äú ¬†vom Projekt zu √ľberzeugen. Diese √ľbernimmt s√§mtliche Materialkosten wie
Grundierungsl√∂sung, Malerband und Spr√ľhfarben f√ľr die sehr gro√üe Geb√§udefl√§che. Au√üerdem wird
das Projekt vom Verf√ľgungsfond Oelsnitz-Mitte, dem Stadtteilmanagement und der Stiftung ‚ÄěLebendige Stadt Oelsnitz‚Äú unterst√ľtzt.

So kannst du das Projekt unterst√ľtzen

Wer zudem das Fassadenprojekt finanziell unterst√ľtzen kann und damit die Arbeit junger regionaler K√ľnstlergemeinschaften f√∂rdern m√∂chte, hat die M√∂glichkeit, unter dem Stichwort ‚De Cord‘ an die Stiftung Lebendige Stadt Oelsnitz zu spenden.

DKB Chemnitz
IBAN: DE 13 1203 0000 0018 8255 62
BIC: BYLADEM 1001

‚ÄěGerade in einer Zeit, wo viele K√ľnstler besondere Existenzsorgen plagen, weil √∂ffentliche Konzerte, Auff√ľhrungen und Vernissagen abgesagt werden und auch der Kunstbetrieb am Boden liegt, war es¬†uns wichtig, das Projekt trotz schwieriger Vorbedingungen wie geplant umzusetzen.‚Äú erkl√§rt B√ľrgermeister Bernd Birkigt.